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Gedächtnistraining: So bringen Sie Ihr Gehirn auf Hochtouren

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Manche Menschen haben ein besseres Kurzzeitgedächtnis, andere ein exzellentes Langzeitgedächtnis. Vielleicht haben Sie auch das Gefühl, allgemein kein gutes Gedächtnis zu besitzen. Aber keine Sorge: Gedächtnistraining kann helfen.

Hierfür ist es hilfreich, erst einmal zu verstehen, was eigentlich hinter dem Begriff steckt, welche Arten von Gedächtnis es gibt und welcher Lerntyp Sie sind. Anschließend können Sie durch gezieltes Gedächtnistraining an Ihren Schwächen arbeiten oder Ihre Stärken weiter fördern. Beim Gedächtnis handelt es sich um den Datenspeicher im Gehirn. Hier werden sämtliche Informationen wie Lebenserfahrungen oder auch Lernstoff aufgenommen, abgelegt und bei Bedarf wieder abgerufen. Das funktioniert jedoch in einigen Fällen besser und in anderen eben nicht. Genau genommen gibt es drei verschiedene Arten von Gedächtnis:

Das Ultrakurzzeitgedächtnis speichert wenige Sekunden

Der unbekannteste Teil davon ist das sogenannte Ultrakurzzeitgedächtnis. Dieses nimmt Sinnesreize auf und speichert sie für rund ein bis zwei Sekunden. In diesem Zeitraum entscheidet das Gehirn, ob die Informationen „speicherungswürdig“ sind – welche also in das Kurzzeitgedächtnis wandern und welche anschließend sofort wieder gelöscht werden. Gespeichert werden oft jene Sinnesreize, die besonders viel Aufmerksamkeit bei Ihnen erregen oder gewisse Emotionen negativer beziehungsweise positiver Art hervorrufen. Was Ihnen hingegen gleichgültig ist, wird direkt wieder verworfen. Ansonsten wäre der Datenspeicher ja, wie in einem Computer auch, irgendwann voll beziehungsweise schlichtweg überfüllt. Das Gehirn sortiert also automatisch aus.

Das Kurzzeitgedächtnis hilft beim Lernen

Was als „speicherungswürdig“ kategorisiert wird, wandert in das sogenannte Kurzzeitgedächtnis. Diesen Begriff haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Hier bleiben die Informationen für mehrere Tage bis Wochen erhalten. Es wird deshalb auch als Arbeitsgedächtnis bezeichnet und nimmt beim Lernen eine essentielle Rolle ein. Im Gegensatz zum Ultrakurzzeitgedächtnis, werden die Informationen im Kurzzeitgedächtnis nämlich bewusst verarbeitet sowie abgerufen. Geschieht Letzteres jedoch nicht (in regelmäßigen Abständen) und spricht ihnen das Gehirn daher keine sonderliche Bedeutung zu, werden sie irgendwann wieder gelöscht. Sie erreichen demnach nicht das Langzeitgedächtnis.

Im Langzeitgedächtnis geht nichts verloren

Nur sehr wenige Informationen schaffen es also bis ins Langzeitgedächtnis – hier geht allerdings nichts verloren. Dennoch kann es vorkommen, dass die Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis nicht einfach, nicht immer oder nur sehr schwer wieder aufrufbar sind. Dies kann geschehen, wenn die Informationen nur selten genutzt und daher in „passives“ Wissen umgewandelt werden. Da sie aber theoretisch noch vorhanden sind, können sie auch in der Praxis mit verschiedenen Techniken in der Regel wieder hervorgeholt werden.

Gedächtnistraining: Besser und nachhaltiger lernen

Wie bereits erwähnt, fungiert das Kurzzeitgedächtnis als Arbeitsgedächtnis und nimmt daher im Bildungsprozess sowie später im Beruf die wichtigste Rolle ein. Hier entscheidet sich, wer effektiv lernen kann. Bestenfalls gehen die Informationen natürlich sogar ins Langzeitgedächtnis über und bleiben hier jederzeit abrufbar. Entscheidend dafür ist das aktive Lernen und eine häufige Wiederholung der Informationen. Dennoch gibt es nicht den einen richtigen Weg, sondern es wird zwischen vier Lerntypen unterschieden:

1. Der visuelle Lerntyp kann Informationen besonders gut über die Augen erfassen. Er hat es dementsprechend einfach, denn er kann schlichtweg lesen für ein effektives Lernen und ist damit in der Schule, Universität & Co klar im Vorteil.

2. Der auditive Lerntyp behält Informationen hingegen besser, wenn er sie hört. Er kann also Vorträge sehr gut verarbeiten oder sich überdurchschnittlich an Gespräche erinnern.

3. Apropos Gespräche: Der kommunikative Lerntyp lernt am besten im Austausch mit anderen Personen und ist deshalb perfekt geeignet für Lerngruppen oder eine Diskussionsrunde.

4. Der motorische Lerntyp muss eine Tätigkeit hingegen unmittelbar ausführen, um sie sich optimal zu merken. Er ist demnach eher praktisch als theoretisch veranlagt.

Wer im Endeffekt wie am besten lernt, hängt also von den individuellen Gegebenheiten ab. So muss jeder Mensch die für sich geeigneten Lernstrategien finden. Worauf es jedoch immer ankommt, ist – wie bereits erwähnt – die möglichst häufige Wiederholung. Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, die jedem Lerntypen beim Gedächtnistraining helfen können. Welche sind das?

Tipps und Tricks für ein besseres Gedächtnis

Haben Sie Spaß an der Sache, denn mit Spaß lernt es sich am besten sowie nachhaltig. Finden Sie also eine Lernstrategie, die Sie begeistert und an welcher Sie Freude haben. Auch das gezielte Lernen mit Spaß über eine Gamification als Sonderform des E-Learnings kann Ihre Lernerfolge drastisch erhöhen.

Verbannen Sie Ihre Angst vor dem Alter. Natürlich wird das Gedächtnis mit dem Alter zumeist schlechter, jedoch liegt das vor allem an Ihrer Einstellung. Je entspannter Sie mit dem Thema umgehen und je gelassener Sie bleiben, umso besser ist auch Ihr Gedächtnis. Blockieren Sie sich also nicht selbst durch eine negative Herangehensweise.

Bleiben Sie auf Trab – beziehungsweise halten Sie Ihr Gehirn auf Trab. Wer regelmäßig etwas Neues lernt, trainiert dadurch indirekt auch sein Gedächtnis. Nicht nur die neuen Informationen, sondern auch die bestehenden bleiben also besser erhalten sowie abrufbar. Sei es eine neue Sportart, eine neue Sprache oder der Umgang mit einem technischen Gerät – eigentlich ist egal, was Sie lernen. Hauptsache, Sie lernen!

– Mittlerweile gibt es spezielle Apps für das „Gehirnjogging“. Diese sind zwar eher spielerisch ausgelegt, bringen aber durchaus Erfolge und machen vor allem Spaß. Dieser wiederum verstärkt die positive Wirkung des Gehirntrainings, wie Sie ja bereits wissen. Einen Versuch ist das digitale „Gehirnjogging“ also durchaus wert.

– Noch effektiver ist aber das normale Jogging. Wer regelmäßig läuft, hält nicht nur seinen Körper, sondern auch sein Gehirn fit. Dies wirkt sich auf das Gedächtnis ebenso positiv aus wie auf weitere Areale wie beispielsweise das Konzentrationsvermögen.

– Zuletzt sollten Sie regelmäßig Pausen einlegen, sowohl im großen Stil als auch im kleinen. Machen Sie beim Lernen also beispielsweise jede halbe Stunde für fünf Minuten Pause und gönnen Sie sich zweimal jährlich einen Entspannungsurlaub am Strand. Geben Sie Ihrem Gehirn Zeit, die Informationen zu verarbeiten, zu sortieren und „korrekt“ abzuspeichern. Gedächtnistraining geht also auch passiv und muss nicht immer anstrengend sein – ganz im Gegenteil!

 

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