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Lassen Sie die Situation ihr Coach sein – Wie Sie lernen können, sich in ungewissen Zeiten wohlzufühlen

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Angelika BalloschBusiness Coaching, Führungskräfte-Coaching, Change Management
Führungskräftetraining, Kommunikationstraining
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Im Zeitalter der Digitalisierung und einer zunehmenden Komplexität in allen Lebensbereichen sehnen wir uns immer mehr nach beständigen Werten, Orientierung und Sicherheit. Gerade unter diesen Voraussetzungen ist es besonders wichtig, den Wandel als Chance anzusehen. Wie Sie in fünf Schritten lernen, sich in vermeintlich unsicheren Zeit wohlzufühlen.

 

Eins steht fest: Unsere Gesellschaft verändert sich, Anforderungen an jeden einzelnen von uns und die damit verbundene Komplexität nimmt stetig zu. So viel, so oft beschrieben. Man kann daran verzweifeln oder wachsen. Alte Lösungswege greifen nicht mehr. Verlässliche Entscheidungen treffen geht nicht mehr. Von herkömmlichen Annahmen müssen wir uns lösen.

Oder, wie Einstein einst so schön sagte: Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, wie es entstanden ist. Die Menschen sind verzweifelt auf der Suche nach Struktur und Sicherheit – beides schwindet immer weiter. Nur, wer daran arbeitet, sich in der Ungewissheit wohlzufühlen, kann in der „neuen“ Welt gut leben.

Zukunftspläne scheinen auf sandigem Fundament gebaut zu werden – der Mensch wird sich verändern und anpassen müssen und das ist vor allem eins: anstrengend. Auf der Suche nach Sicherheit stellen wir fest, dass alte Werte wie das rein materielle Denken, das Hochangeln an der klassischen Karriereleiter oder das ökonomische Wachstum ersetzt werden durch Werte wie Sinn, Verbundenheit und Vertrauen. Gleiches gilt für Führungsmethoden.

In 5 Schritten zu mehr Wohlbefinden in ungewissen Zeiten

Was können wir für uns selbst tun, um im Wandel nicht unterzugehen, ja sogar anzufangen, uns damit wohlzufühlen?

– Bewusstsein schaffen: Was macht die Digitalisierung mit uns? Und wo sind wir in der Lage, unsere eigenen Grenzen zu ziehen? Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram sind ja mal ganz schön, üben aber eine starke und oftmals ungesunde Selbstbestimmung auf uns aus. Solange wir uns dessen bewusst sind und auch mal den Stecker ziehen, kann Social Media natürlich viel Spaß machen.

– Grenzen ziehen: Wieviel Erreichbarkeit ist wirklich nötig? Die Grenzen werden immer fließender, die viel beschriebene Life-Work-Balance ist eine Illusion. Life-Work-Blurring trifft es wohl eher. Die richtige Dosis muss jeder für sich selbst herausfinden. Manchmal kann es helfen, sich zu sagen, dass man ja nicht „am offenen Herzen operiere“ (es sei denn, es ist wirklich so). Die wenigsten Angelegenheiten sind so dringlich, dass sie nicht ein wenig warten können.

– Sinn schaffen: Der Mensch ist ein Sinnsucher, das war er schon immer. In unserer Schnelllebigkeit hinterfragen wir leider immer weniger den Sinn unseres Handelns. Und wir vergessen dabei den Abgleich mit unseren eigenen Werten und unserer Haltung. Finden wir aber unseren Sinn, so sind wir automatisch intrinsisch motiviert, die Dinge zu erledigen − und haben auch noch Spaß dabei. Nur wonach soll ich suchen? Welches ist der richtige „Sinn“ für mich, was ist für mich von großer Bedeutung? Seinen Sinn kann man sich nur selbst erschaffen. Wertvoll ist dabei ein Abgleich der inneren Werte mit der von mir erschaffenen Außenwelt. Kopieren von anderen ist dabei übrigens sinnlos. Ein Life-Coaching kann bei der Sinnsuche unterstützen.

– Die Kreation eines stabilen Ichs: In den heutigen unsicheren, komplexen Zeiten sind wir mehr und mehr auf der Suche nach Sicherheit. Gesellschaft und Medien suggerieren uns, dass wir „unseren Kern“ suchen sollen: „Do what you love“ und treffen damit den Zeitgeist. Der permanente, aber häufig selbstauferlegte Selbstoptimierungsdruck in Verbindung mit immer mehr Gestaltungsmöglichkeiten führt meist nur zu weiterer Orientierungslosigkeit und inneren Stress. Was helfen kann ist eine Referenzierung nach innen – auf die inneren Werte, auf das, was mir gut tut. Und letztlich auch hier: einfach mal den Stecker ziehen, sich zu „settlen“ und zumindest in einen Teil seiner Lebensbereiche Ruhe reinzubringen − sich für einen Ort entscheiden, für einen Partner, für einen Job.

– Wandel als Chance: Der letzte und wichtigste Punkt ist aber der, die sich ständig ändernden Lebenssituationen als Trainingseinheiten zu begreifen. Sich zu sagen: „Ok, das habe ich mir nun anders vorgestellt, aber worin sehe ich hier Chancen?“. Hierin liegen echte Entwicklungspotenziale. Versuchen Sie dabei, sich von äußeren Gegebenheiten frei zu machen. Die einzige Konstante in diesem Wandel ist schließlich mein Inneres: Ich kann immer entscheiden, wie ich mit einer Situation umgehe. Ich kann immer an meiner Haltung arbeiten. Vielleicht bin ich dabei nicht völlig autark, aber es ist ein großer Unterschied in der Haltung, mich von einer Situation runterziehen zu lassen oder nach den Potenzialen zu suchen. Diese Haltung kann man lernen.

Machen Sie die Situation zu Ihrem Coach!

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