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Der erste Eindruck: So beeinflussen Sie das Urteil anderer

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Heinz Léon WysslingBusiness Coaching, Konfliktcoaching, Führungskräfte-Coaching
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Aufgrund der gesamten Persönlichkeit, unseres Auftritts, unserer Ausstrahlung, unserer Wortwahl, unserer nonverbalen Signale, unserer Kleidung, unserer Frisur, unserem Verhalten und so weiter werden wir „taxiert“ – und schneiden dabei je nach Beobachter besser oder schlechter ab. Um diesen Eindruck zu steuern, müssen Sie sich folgende Fragen stellen: Für was stehen Sie? Was wünschen Sie sich, was bei Ihnen sofort erkennbar wird – was möchten Sie ausstrahlen? Wie werden Sie wahrgenommen? Und wie möchten Sie wahrgenommen werden?  Ist Ihre Selbst-und Fremdwahrnehmung übereinstimmend?

 

1. Wie wirkt Ihre Persönlichkeit?

Machen Sie sich detailliert Gedanken darüber, wie Sie nach außen wirken möchten und halten Sie diese schriftlich fest. Je detaillierter Sie das festhalten, desto schneller kommen Sie in diesem Thema voran. Holen Sie sich gemäß dieser Liste einige Feedbacks von Vertrauten, wie Sie auf diese wirken.

2. Was möchten Sie an Ihrem Selbstmarketing verbessern?

Möchten Sie Ihr Selbstmarketing verbessern, geht es einerseits darum zu erkennen, was Sie erreichen möchten. Und andererseits, dass Sie sich Ihrer Stärken bewusst werden. Nutzen Sie Ihre Stärken. Umso mehr Sie Ihre Stärken einsetzen können, desto weniger müssen Sie aktiv für Ihr Selbstmarketing tun.

– Halten Sie fest, was Ihre ganz besonderen Talenten und Ihre Stärken sind.

– Haben Sie Mühe mit dieser Aufgabe, fragen sie andere nach den Stärken, die Sie bei Ihnen erkennen.

3. Worin finden Sie Ihre Eigenmotivation?

Die Dinge, die Sie gerne machen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Dinge, die Sie auch speziell gut können. Tätigkeiten, die Sie mit Freude ausführen, werden auch überdurchschnittliche Erfolge erzielen. Dann ist das Selbstmarketing plötzlich nicht mehr schwierig, weil die Erfolge häufig auch für andere sehr sichtbar sind.

– Was sind Tätigkeiten, die Sie richtig motiviert angehen?

– Können Sie sich vorstellen, ein Bewerbungsvideo zu machen und dies zum Beispiel auf XING zu veröffentlichen?

4. Feedback einholen

Nicht immer sind wir objektiv, wenn es darum geht, uns selbst einzuschätzen. Manchmal machen wir uns schlechter, manchmal auch besser, als wir es sind. Wollen wir uns selber besser vermarkten, brauchen wir Informationen von außen, wie wir wahrgenommen werden. Holen Sie sich aktiv Feedback ein bei Ihren Freunden und Kollegen. Es ist wichtig, zu wissen, was von Ihrem Eigen-Wunschbild im Alltag bereits für andere spürbar ist – und wo Sie noch Potenzial haben. Glaubwürdigkeit und Authentizität entsteht dann, wenn Ihr Selbst-und Fremdbild im Einklang sind.

5. Glaubenssätze neu definieren

Viele Menschen haben Glaubenssätze, die uns daran hindern, das zu sein, was wir sein oder werden könnten. Folgende Sätze hindern Sie in der Entfaltung Ihrer Persönlichkeit:

– Gib nicht so an!

– Das kann doch jeder andere auch!

– Nimm dich doch nicht so wichtig!

– Dränge dich nicht so in den Vordergrund!

– Du hältst dich wohl für etwas Besseres!

– Sei perfekt!

Alles Sätze, die uns daran hindern, Selbstmarketing für uns zu betreiben. Wir meinen zwar, diese Glaubenssätze schon längst überwunden zu haben, im Unterbewusstsein sind sie aber noch fest verankert, schwächen unsere Persönlichkeit und sabotieren unsere Ziele und Aktivitäten.

– Setzen Sie sich aktiv mit Ihren hinderlichen Glaubenssätzen auseinander – das ist eine der größten Wachstumschancen von uns allen.

– Bitte Sie Ihren Lebenspartner, Sie darauf hinzuweisen, wenn Sie sich selbst kleinmachen oder immer wieder einschränken.

6. Wachsen im beruflichen Kontext

Eine sehr gute Werbung für sich selbst machen Sie im beruflichen Kontext, wenn Sie sich freiwillig melden, neue Aufgaben zu übernehmen. Damit zeigen Sie Ihre Lernbereitschaft – und Ihr Rucksack füllt sich mit zusätzlichen Erfahrungen. Zeigen Sie Ihre Leistungsbereitschaft, Ihre Zuverlässigkeit. Sprechen Sie mit Ihrem Chef über Ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten zwischendurch auch darum, dass er Ihnen neue Aufgaben oder Projekte delegiert.

7. Wichtige Kompetenzen bezüglich Selbstmarketing

Kommunikationsfähigkeit, Präsentationstechnik und Verhandlungsgeschick sind drei Kompetenzen, die Sie sehr bei Ihrem Selbstmarketing unterstützen. Wie fit sind Sie darin?

8. Zukunftsvisionen bringen neue Kompetenzen

Setzen Sie sich weiter mit Ihrer persönlichen Vision auseinander – aber machen Sie sich auch Gedanken darüber, wie sich die Welt verändert beziehungsweise welche Kompetenzen zukünftig gefragt sein werden. Die Verantwortung bezüglich der Arbeitsmarktfähigkeit liegt nicht bei der Firma, dafür sind Sie zuständig.

Bemühen Sie sich außerdem darum, dass Sie auch in Zukunft ein state-of-the-art Kompetenzportfolio in Ihrem Tätigkeitsfeld haben und damit ein interessanter Gesprächspartner und ein wichtiger Mitarbeiter sind.

Füllen Sie Ihren Rucksack mit neuem Wissen, falls neue Kompetenzen gefordert sind. Das ist Selbstmarketing pur: Bieten Sie das, was in Zukunft noch gefragter ist.

9. Externe Übungsplattformen

Manche Menschen brauchen äußeren Druck, damit sie sich aus ihrer Komfortzone bewegen. Selbstmarketing hat immer auch mit Sprechen – häufig vor Publikum – zu tun, was (noch) nicht jedermanns Sache ist. Die wenigsten sind hier als Profis auf die Welt gekommen – eignen Sie sich das wichtigste Rüstzeug an und nutzen Sie Ihnen wohlgesinnte Übungsfelder.

Es gibt zum Beispiel diverse Sprecher-Clubs. Dort lernen viele Tipps und Tricks bezüglich Kommunikation und Präsentation. Und noch wichtiger: Sie werden gezwungen, das auch 1:1 umzusetzen und bekommen ein konstruktives Feedback. Im beruflichen Kontext gibt es ohnehin genügend Möglichkeiten für solche Auftritte – sonst schaffen Sie sich diese selber.

10. Networking

Wenn Sie bewusst Ihr Netzwerk erweitern und vergrößern, steigt Ihr Bekanntheitsgrad. Funktionierende Netzwerke bringen neue Kontakte, neue Verträge und manchmal auch neue Jobs. Ein Netzwerk gilt es aufzubauen, solange man es noch nicht braucht. Nutzen Sie die Karriereplattformen wie XING für Ihre Positionierung.

Nicht vergessen: Networking heißt geben und nehmen. Suchen Sie sich Netzwerke, die Ihnen privat oder geschäftlich entsprechen. Behalten Sie die dafür aufgewendete Zeit im Blick – und haben Sie den Mut, Kontakte wieder abzubrechen, die nichts bringen.

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