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4 Tipps für die richtige Körpersprache im Vorstellungsgespräch

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Ein Vorstellungsgespräch stellt immer eine ganz besondere Situation dar. In verhältnismäßig kurzer Zeit gilt es dabei, das Gegenüber als potentiellen neuen Arbeitgeber oder potentielle neue Arbeitgeberin von sich zu überzeugen.

Schließlich möchte man die freie Stelle im jeweiligen Unternehmen gern ergattern. Der eigenen Überzeugungskraft stehen oftmals Nervosität und Aufregung im Weg. Zum einen wird das Gefühl, auf dem Prüfstand zu stehen, häufig als großer Druck empfunden. Zum anderen herrscht vielmals Unsicherheit darüber, welche Verhaltensweisen als angebracht und wünschenswert erachtet werden –  also einen guten oder schlechten Eindruck hinterlassen.

Körpersprache als wichtiges Stichwort

Tatsächlich kommunizieren wir nicht nur über das gesprochene Wort, also die Sprache und damit verbal, sondern auch nonverbal: wir senden Signale durch Mimik und Gestik, die Aufschluss über die eigene Person und den eigenen Charakter geben können.
Diese Signale wirken sowohl bewusst, als auch unbewusst. Rund 70 % unserer Kommunikation fällt dabei auf den nonverbalen Bereich. Umso wichtiger ist es, seine Körpersprache bewusst zu nutzen.

Nicht nur Ihr Wissen und Können entscheiden somit, ob Sie eine Stelle oder den gewünschten Posten im Unternehmen bekommen oder nicht. Es zählt auch Ihr allgemeines Auftreten und dabei vor allem der erste Gesamteindruck. Gestützt wird diese These des weiteren durch eine Studie von Frank Bernieri: Diese zeigt, dass sich vor allem die ersten 30 Sekunden als sehr wichtig für den weiteren Verlauf und letztlich den Erfolg oder Misserfolg des Vorstellungsgespräches erweisen. Der erste Eindruck zählt – enorm.

Die folgenden 4 Tipps sollen Ihnen deshalb dabei helfen, auch durch Ihre Körpersprache zu überzeugen und künftig einen guten sowie nachhaltigen ersten Eindruck zu hinterlassen.

Tipp 1: Der Moment des ersten Eindrucks

Der erste Eindruck entsteht in genau dem Moment, in welchem Sie von einer Person das erste Mal gesehen beziehungsweise wahrgenommen werden. Hier ist etwas Vorsicht geboten, denn Ihr Gegenüber kann durchaus früher von Ihnen Kenntnis nehmen, als Sie glauben oder bemerken. Etwa bereits vom Bürofenster aus, wenn Sie auf dem Parkplatz aus Ihrem Auto aussteigen. Auch beim Vorbeigehen vor oder in dem Gebäude des Unternehmens oder im Wartebereich könnten Sie bereits aufeinandertreffen. Spätestens aber im gewählten Raum für Ihr gemeinsames Gespräch ist der entscheidende Moment gekommen: Sie sollten also stets darauf Acht geben, Ihr bestes Gesicht zu zeigen und zu jedem, der Ihren Weg kreuzt, freundlich sein.

Tipp 2: Zeigen Sie Ihre Hände

Aus prähistorischer Sicht versichert sich unser Gehirn stets der Tatsache, dass andere keine Gefahr für uns darstellen. Leere Hände sind dabei generell als gutes Zeichen zu bewerten, denn sie symbolisieren, dass vom Gegenüber (in dem Fall Ihnen) keine Gefahr ausgeht. Vermeiden Sie also ein Vergraben Ihrer Hände in den Hosentaschen und bemühen Sie sich unbedingt, diese stets offen zu zeigen. Auch während des Gesprächs sollten Ihre Hände über dem Tisch oder zumindest für den Gegenüber sichtbar sein. Auch, wenn es Sie möglicherweise etwas irritiert: Dieses kleine Detail kann mitunter eine große Wirkung erzielen.

Tipp 3: Der richtige Händedruck

Ein guter Händedruck kann etwa so viel bewirken wie ein dreistündiges persönliches Gespräch. Allein durch diese kurze Berührung wird bereits Oxytocin ausgeschüttet. Dieser Mechanismus bewirkt und unterstützt unter anderem, dass wir jemanden als sympathisch empfinden oder auch selbst als sympathisch wahrgenommen werden.

Entscheidend für den richtigen Händedruck ist dabei zudem, dass Sie trotz Aufregung möglichst trockene Hände haben. Sie sollten außerdem darauf achten, dass Ihre (beiden) Hände während des Händedrucks in der Vertikalen und gerade bleiben. Dies lässt Sie als ebenbürtigen Partner erscheinen. Der Griff sollte dabei nicht zu fest und auch nicht zu schwach sein. Üben Sie dies am besten im Freundeskreis.

Tipp 4: Der richtige Blick

Augenkontakt stellt eine Verbindung her und auch dabei spielt Oxytocin eine tragende Rolle. Der Augenkontakt wirkt sich damit darauf aus, ob wir jemanden als sympathisch empfinden oder selbst so empfunden werden. Als ein durchschnittliches und gutes Maß für den Augenkontakt innerhalb eines Gespräches gelten etwa 60 – 70%.

Um besonders kompetent und sicher zu wirken, können Sie außerdem den sogenannten „Power Blick“ anwenden. Stellen Sie sich dazu ein Dreieck aus linkem Auge, rechtem Auge und Stirn vor und wechseln Sie mit Ihrem Blick zwischen diesen Punkten langsam hin und her. Studien haben gezeigt, dass Führungskräfte, die als besonders kompetent angesehen werden, genau diesen Blick nutzen.

Bonus: Negative Signale unbedingt vermeiden

Als negative Signale oder Zeichen des Körpers werden beispielsweise häufig verschränkte Arme, Gegenstände, die man sich vor dir Brust hält, oder auch zu Fäusten geballte Hände empfunden. Diese sollten Sie versuchen zu vermeiden und stattdessen üben, einen offenen, interessierten und dabei gleichzeitig selbstsicheren und souveränen Eindruck zu vermitteln.

Natürlich können Sie immer auch Ihren Freundeskreis, Ihren Partner oder Ihre Partnerin um Hilfe bitten, um all diese Tipps und Hinweise einzuüben. Gerade wenn es um die eigene Karriere geht, lohnt es sich jedoch in jedem Fall auch, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. So bekommen Sie die Chance, mit Menschen zusammen zu arbeiten, die wissen worauf es in Situationen wie Vorstellungsgesprächen wirklich ankommt
Das Gebiet der Mimik und Gestik – und der nonverbalen Sprache allgemein – kann sich dabei mitunter als durchaus schwierig erweisen. Mit den richtigen Tipps und Tricks und ein wenig Übung lässt sich jedoch Großes erreichen.

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