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Führen und Folgen: So werden Sie zum vorbildlichen Mitarbeiter

Von Führungskräften wird mittlerweile erwartet, dass sie die Mechanismen guter Führung verinnerlicht haben. Dabei übersehen viele aber den entsprechenden Gegenpart: Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Ihre Qualitäten darin sind, geführt zu werden?

Wohl kaum einer mag das Gefühl, aktiv geführt zu werden und Kontrolle abzugeben. Ihr Vorgesetzter kann aber nur erfolgreich sein, wenn Sie ihm die Möglichkeit dazu geben und Ihn in seiner Rolle akzeptieren. Mitarbeiter haben so einen wesentlichen Anteil an guter Führung, Mitarbeit muss man genauso lernen und üben wie gute Führung.

Ein Team ist eine soziale Gemeinschaft mit eigener Dynamik, der sich niemand dauerhaft entziehen kann. Es ist wie in der Tanzschule: Schrittfolgen lernen reicht nicht. Die Partner müssen sich aufeinander einlassen. Warum? Weil sie ein gemeinsames Ziel verbindet, das sie nur als Paar erreichen können.

Geben Sie bewusst Macht ab

Viele Mitarbeiter wählen bewusst die Nicht-Chef-Rolle. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine verantwortungsbewusste Entscheidung. Sich führen zu lassen, heißt, bewusst Macht zu delegieren. Führen ist somit akzeptierte Beeinflussung. Führen und Folgen sind zwei Seiten derselben Medaille. Ob Teamarbeit gelingt, dafür tragen alle gemeinsam Verantwortung – egal in welcher Rolle.

Zielvereinbarung und Leistungsbeurteilung sind beispielsweise häufig abzuhakende Pflichttermine für alle Beteiligten. Fragt man Mitarbeiter, warum Mitarbeitergespräche zum verkrampften Kontakt verkommen, werden gerne fehlende Nähe und mangelndes Interesse an der Person genannt. Ist also der Chef schuld? Wer zu wenig Rückmeldung von seinem Chef erhält, könnte einfach aktiv danach fragen. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Dabei hilft es, nicht immer eine allumfassende Antwort zu erwarten.

Mit Detailwissen punkten

Wer auf einem allwissenden Chef besteht, riskiert, dass Probleme, für die es keine schnelle Lösung gibt, gar nicht erst in den Blick genommen werden. Mitarbeiter kennen beispielsweise oft Details, die man aus der Chef-Perspektive nicht sehen kann. Wer deswegen dem Vorgesetzten Inkompetenz vorwirft, verkennt, dass diese Haltung Beteiligung schnell im Keim erstickt. Die Folge: passiver Widerstand. Dabei könnte gerade ein gemeinsames Ringen um eine angemessene Problemsicht die Motivation aller deutlich erhöhen.

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