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Richtig bewerben in 2 Minuten: 9 Tipps für Ihren Elevator Pitch

Hand of businessman pressing control in elevator

Ein Elevator Pitch, auch genannt Elevator Speech oder Elevator Statement, ist ein Werkzeug für eine kurze Zusammenfassung einer Idee mit dem Fokus auf die positiven Aspekte des Vorschlags, wie zum Beispiel der Einzigartigkeit, den Zielkunden und die Vorteile bei Umsetzung. Ob im Rahmen eines Interviews oder Assessments, im Vertrieb oder beim Networking, in diesen Situationen sind Sie gefordert, in Kürze das Wesentliche über sich zu sagen und beim Gegenüber einen Eindruck zu hinterlassen. Damit dieser möglichst positiv wird, sollten Sie die folgenden neun Tipps beachten:

1. Tipp: Elevator Pitch Aufbau

Überlegen Sie sich einen starken Einstieg. Bereits der erste Satz muss sitzen. Er dient dazu, die Neugier Ihres Gesprächspartners zu wecken. Das kann eine Frage, eine These oder ein interessanter Fakt sein. Sie strahlen Selbstbewusstsein aus, wenn Sie Blickkontakt halten – also in Erwartung von zündenden Gedanken nicht den Blick in den Himmel richten. Die wichtigsten Aussagen über sich lauten:

– Wer sind Sie?
– Was sind Ihre Kernkompetenzen?
– Welchen Mehrwert bringen Sie mit?
– Warum sind Sie hier?

Bitte beachten Sie, dass Ihre Aussagen auf das Gegenüber und den Kontext abgestimmt sein müssen. Es wäre fatal, wenn Ihr Vortrag keine Relevanz hat und Sie an Ihrem Zuhörer vorbei sprechen.

2. Tipp: Zur Person

Geben Sie hier kurze Informationen über sich und Ihren Werdegang und Ihre beruflichen Schwerpunkte. Wenn es notwendig ist, können Sie auch über Lebenssituation, Mehrsprachigkeit oder besondere Erfahrungen sprechen.

3. Tipp: Ihre Kompetenzen

Stellen Sie in wenigen Stichpunkten dar, was Ihre individuelle selling propostion ist, was hebt Sie von der Masse ab? Prüfen Sie im Vorfeld, ob diese Eigenschaften oder Fähigkeiten mit den Erwartungen des Arbeitgebers übereinstimmen. Ihre Motive, Werte oder Arbeitsweisen können an dieser Stelle eine besondere Wirkung erzeugen; aber vermeiden Sie Plattitüden wie teamfähig oder einsatzfreudig.

4. Tipp: Ihr (Mehr)wert, Ihr Nutzen

Welche Vorteile bieten Sie? Was ist speziell an Ihrem Angebot? Was also gewinnt Ihr Kunde oder Ihr künftiger Arbeitgeber, wenn er Ihr Angebot und nicht das eines Mitbewerbers annimmt? Was bringen Sie für die Aufgabe mit, was wäre ein möglicher ideeller oder produktiver Nutzen? Machen Sie deutlich, warum eine Entscheidung für Sie als neuem Mitarbeiter eine win-win-Situation darstellen würde, z.B. wie schnell wären Sie produktiv einsetzbar oder welches spezielles Know-How bringen Sie ein? Dazu müssen Sie natürlich wissen, wer Ihre Zielgruppe ist und welchen Bedarf diese hat. Was wissen Sie über den aktuellen Bedarf des Unternehmens, warum soll die Stelle besetzt werden, an welcher Stelle glauben Sie, erfolgreich mitwirken zu können?

5. Tipp: Ihr Motiv

Was bringt Sie dazu, ausgerechnet dieses Angebot zu machen?
Warum haben ausgerechnet Sie sich, ausgerechnet auf diese Position und ausgerechnet bei diesem Unternehmen beworben?
Was ist der Reiz für Sie, wenn Sie für die Organisation arbeiten können?

Tipp 6: Sprache und Formulierung und Inhalt

Drücken Sie sich verständlich aus. Denken Sie daran, dass Ihr Zuhörer die Informationen in der Kürze der Zeit auch nachvollziehen soll. Ihr Ziel ist es, dass Ihr Gegenüber selbst an den Punkt kommt, an dem er denkt: Ja, ich habe Interesse. Deswegen sollten Sie auch bei Ihrer Sprache darauf achten, Ihren Gesprächspartner nicht mit Fachjargon, Fakten oder Schachtelsätzen zu überrollen. Priorisieren Sie Inhalte. Sie haben nur 60 – 120 Sekunden Zeit. Das zwingt Sie dazu auszuwählen. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und bereiten Sie für jeden der vier Bereiche jeweils ein bis zwei Sätze vor.

Tipp 7. Enthusiasmus vs. Autenthizität

Professionelle Redner sagen, dass es nicht nur darauf ankommt, was Sie sagen, sondern vielmehr darauf, WIE Sie es sagen. Zeigen Sie Begeisterung. Sehen Sie diesen Moment als die große Chance an, Ihr Gegenüber von Ihrer Person oder Idee zu überzeugen. Begeisterung ist ansteckend. Sind Sie begeistert und können glaubwürdig zeigen, dass Sie für das, was Sie tun, brennen und Leidenschaft mitbringen, übertragen sich diese positiven Gefühle auf Ihren Gesprächspartner. Aber – bleiben Sie authentisch! Was Sie sagen und wie Sie es sagen muss zu Ihrer Person, Ihrer Qualifikation und zu Ihrer sonstigen Ausdrucksweise passen. Sie wirken nicht glaubwürdig, wenn Sie schauspielern und es könnten falsche Erwartungen an Sie geknüpft werden.

8. Tipp: Call-to Action

Geben Sie Ihrem Gegenüber auch die Chance, sich einzuklinken und Interesse zu bekunden. Legen Sie zwischendurch kurze Pausen ein, um die Reaktion Ihres Gesprächspartners abzuwarten. Fragen Sie nach:

– Wie sieht denn der ideale Kandidat aus?
– Könnte ich Ihre Erwartungen treffen?
– An welchem Punkt unterscheide ich mich davon?

Schließen Sie Ihre Kurzpräsentation mit einer Aufforderung ab. Was wäre der nächste Schritt für Ihr Gegenüber? Wie kann er Sie oder Ihre Idee unterstützen? Was wünschen Sie von Ihrem Gesprächspartner? Sagen Sie ihm klipp und klar, was er aus Ihrer Sicht tun soll.

Tipp 9: Dos und Don’ts

Versuchen Sie nicht, auf die Schnelle noch ein paar Extra-Argumente einzuflechten. Üben Sie vorher ausreichend, das größte Risiko ist, die Präsentation spontan zu vermasseln, weil Sie der Kraft Ihrer Argumente nicht trauen. Bewahren Sie sich die Zusatzargumente als Bonusmaterial für Nachfragen Ihres Gesprächspartners.

 

Wenn Sie also oben aus dem Aufzug aussteigen, sollten die wichtigsten Informationen transportiert haben. Die gewünschte Reaktion muss aber nicht sofort erfolgen. Wenn man nicht gleich in Begeisterung ausbricht, muss das noch gar nichts bedeuten. Aber an den Reaktionen (Körpersprache, Gestik, Blick, Kommentare etc.) haben Sie ja vielleicht schon vorher eine Art Feedback erhalten.

 

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