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Wie Sie mit Kritik umgehen sollten, um emotionale Stabilität zu beweisen

Serious boss talking to businesswoman in conference room

Kritik gehört zum Berufsalltag wie Ketchup zu Pommes. Sie ist wertvoll und wichtig für Ihre persönliche sowie fachliche Weiterentwicklung. Würden Sie immer nur gelobt, niemals aber kritisiert werden, würden Sie wohl auch niemals die Qualität Ihrer Arbeit verändern beziehungsweise verbessern. Wieso auch, wenn der Status Quo gut genug ist?! Dennoch ist Kritik ein zwiespältiges Thema. Sie muss unbedingt konstruktiv angebracht werden und selbst dann fällt es vielen Menschen schwer, diese mit ihrem Selbstwertgefühl zu vereinbaren. Noch schlimmer wird es bei unangemessener oder beleidigender Kritik. Wie also sollten Sie mit den verschiedenen Formen der Kritik umgehen, um Ihre Karriere anzukurbeln?

 

Egal, ob Sie von Ihrem Vorgesetzten, einem Teamkollegen oder sogar der temporären Aushilfskraft kritisiert werden: Kritik ist stets ein schmerzhafter Stich in die Magengegend. Schließlich wird Ihnen vorgeworfen, etwas falsch oder zumindest nicht richtig genug gemacht zu haben. Vielleicht hat die Qualität Ihrer Arbeit nicht gestimmt oder Sie haben sich im Meeting gegenüber einer anderen Person ungerecht verhalten. So oder so kommt im Berufsleben wohl kein Mensch an Kritik vorbei, schließlich ist niemand perfekt. Einige Führungskräfte setzen Kritik sogar gezielt ein, um die persönliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter zu fördern und diese auf ihre Führungskompetenzen zu prüfen. Wer es nämlich schafft, professionell mit Kritik umzugehen und emotionale Stabilität zu beweisen, hat beste Chancen auf eine Beförderung. Menschen, die Kritik übermäßig persönlich nehmen, darauf trotzig und unreif reagieren oder diese kategorisch abstreiten, sind hingegen in Positionen mit Führungsverantwortung nur ungerne gesehen.

 

Inwiefern ist emotionale Stabilität wichtig für Ihre Karriere?

Emotionale Stabilität ist also das Stichwort, auf welches es beim Thema Kritik ankommt. Emotional stabile Persönlichkeiten sind ein seltenes, aber wertvolles Gut für jedes Unternehmen. Sie bewerten selbst schwierige Situationen nicht übermäßig emotional, bringen dadurch Ruhe in das Betriebsklima und können Konflikte präventiv verhindern. Sie sind optimale Mediatoren und gleichzeitig wichtige Leistungsträger, da sie sich sowohl durch berufliche als auch durch private Rückschläge nicht aus der Bahn werfen lassen. Diese Gelassenheit, das Vertrauen in sich selbst sowie die Zukunft und das große Selbstbewusstsein emotional stabiler Menschen wirken auf weniger stabile Persönlichkeiten magisch anziehend, was sie zu den perfekten Führungskräften macht. Sie verfügen also über eine natürliche Autorität und bringen zahlreiche Vorteile für das Unternehmen mit. Im Berufsalltag emotionale Stabilität zu beweisen, ist für Ihre Karriere daher in jeder Hinsicht eine gute Entscheidung.

 

Wie also reagieren emotionale stabile Menschen auf Kritik?

Als emotional stabiler Mensch schaffen Sie es, sowohl konstruktive Kritik als auch persönliche Beleidigungen professionell aufzufassen, ohne dass Sie sich in Ihrem Selbstwertgefühl angegriffen fühlen. Sie wissen, dass sich die Kritik niemals an Sie als Mensch richtet. Konstruktive Kritik betrifft stets eine Sache, zum Beispiel Ihre Arbeit. Persönliche Angriffe hingegen resultieren meist aus einer Unzufriedenheit des „Täters“ mit sich selbst und einer Reflektion Ihrer Person, die nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen muss. Hierbei gelassen zu bleiben, ist nicht immer einfach. Wie also gehen Sie richtig mit Kritik um und beweisen dadurch emotionale Stabilität?

1. Nehmen Sie die Kritik erst einmal wortlos an. Hinterfragen Sie diese anschließend, ob sie der Wahrheit entspricht oder nicht. Wenn nicht, so lassen Sie sich davon nicht den Tag verderben. Lernen Sie, haltlose Anschuldigungen von sich zu weisen und nicht Ihre Gedanken kontrollieren zu lassen.

2. Sollte es sich um berechtigte Kritik handeln, die Ihrer Meinung nach aber nicht konstruktiv genug formuliert war, so suchen Sie das Vieraugengespräch mit dem Kritiker. Zeigen Sie Verständnis aber bitten Sie in Zukunft um eine professionellere Formulierung. Stehen Sie also für sich selbst ein und bleiben Sie Ihren Werten treu. Wenn Ihnen die Art und Weise widerstrebt, wie Ihr Gegenüber mit Ihnen spricht, so sagen Sie das. Je mehr Sie wortlos „einstecken“, umso weniger werden Sie sich auf Dauer selbst respektieren.

3. Lassen Sie sich nicht auf Konflikte ein. Versuchen Sie, Unstimmigkeiten ruhig sowie sachlich zu lösen. Sollte das nicht möglich sein, weil sich der Gesprächspartner querstellt, so meiden Sie den Kontakt, bis sich die Wogen geglättet haben. Sie wissen ja: Der Klügere gibt nach!

4. Setzen Sie dennoch klare Grenzen, die Sie deutlich kommunizieren und welche niemand überschreiten darf – auch nicht Ihr Vorgesetzter.

5. Lernen Sie zu unterscheiden, wann sich eine Diskussion lohnt und wann Sie lieber um Ihres Friedens willen schweigen sollten. Gehen Sie also reflektiert und kontrolliert vor und lassen Sie nicht einfach Ihren Emotionen freien Lauf.

Betrachten Sie konstruktive Kritik stattdessen als wertvolle Chance auf Verbesserung und lernen Sie, andere Angriffe an sich abprallen zu lassen. Je gelassener Sie reagieren und je weniger Sie sich als Persönlichkeit herabgesetzt fühlen, umso eher werden Sie sich für eine Führungsposition empfehlen. In erster Linie schenkt Ihnen die emotionale Stabilität aber inneren Frieden, Gelassenheit und ein glücklicheres Berufs- sowie Privatleben. Sie sollten diese deshalb nicht nur bei Kritik, sondern in allen Lebenssituationen üben.

 

Sie möchten Ihre Kritikfähigkeit aktiv verbessern und lernen, wie Sie in Konflikten am professionellsten agieren? Ein professioneller Coach kann helfen. Eine Auswahl passender Coaches finden Sie hier. Weitere interessante Coaches für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung finden Sie unter diesem Beitrag.

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