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Wie werde ich kreativer? Kann ich meine kreativen Energien steigern?

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William FernBusiness Coaching, Change Management, Führungskräfte-Coaching, Systemisches Coaching, Karriere/ Skills-Coaching
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vgajic / E+ / Getty Images

Kreativität wird nicht mühelos erreicht, aber dieser Artikel liefert dir hilfreiche Tricks, die du im Ärmel mit dir herumtragen kannst. 

“Wenn es sich nicht verkaufen lässt, ist es nicht kreativ”- David Ogilvy

Etwas zu schaffen heißt, etwas zu erreichen. In der Lage sein, etwas zu erwecken und in deine eigene Kreativität einzubringen stellt eine wesentliche Komponente von Erfolg dar, und zwar nicht nur im Berufsleben, sondern im Leben allgemein.

Es sind nicht nur die Menschen in Führungspositionen, die kreativ sein müssen um ihre Probleme zu lösen. Unsere Kreativität kann uns alle auf unsere Zukunft vorbereiten, ganz gleich welchen Beruf wir ausüben.

Aber was ist ein kreativer Moment?

Oft passieren kreative Flashs wenn ein erwartetes Muster einer Assoziation verändert wird. Wenn das Unerwartete geschieht, werden wir von unserer Überraschung abgelenkt. In dieses flüchtige Bewusstseinsvakuum kriecht etwas Neues hinein, und kann dann, idealerweise, neue Bedingungen für eine weitere kreative Episode schaffen.

Super! Und was jetzt?

Im Kern hilft es vielleicht über diese Frage einmal nachzudenken: Wie können wir eine Art Kontrolle über dieses routinemäßige Assoziationsmuster erlangen? Wie können wir die Karten neu mischen, die wir uns selbst durch unsere Karte von der Welt ausgeteilt haben?

„Etwas zu definieren bedeutet, etwas einzuschränken“ – Oscar Wilde

Wir können damit anfangen die Auswirkungen von Klassifizierungen und Kategorisierungen in Betracht zu ziehen und zu versuchen, das Netz von Schablonen, welches sie in unseren Gedanken und unseren Wahrnehmungsprozessen gestrickt haben, zu entwirren.

Warum? Weil unsere Karte von der Welt, dieses Assoziationsmuster, dadurch beeinflusst werden kann, wie etwas von uns oder durch andere klassifiziert und kategorisiert wird.

In seinem Buch Aus der Welt ( The Undoing Project), zitiert Michael Lewis den Psychologen Amos Tversky: „Es wird allgemein angenommen, dass Klassifikationen durch die Ähnlichkeit zwischen Objekten festgelegt werden“, aber dann sagt er: „Die Ähnlichkeit von Objekten wird von der Art modifiziert, in welcher sie klassifiziert sind.“ Daher hat Ähnlichkeit zwei Gesichter: Es dient als Basis für die Klassifizierung von Objekten, aber sie wird auch beeinflusst von der adoptieren Klassifikation.“

Lewis führt das dann weiter aus: „Eine Banane und ein Apfel scheinen sich ähnlicher zu sein als sie es eigentlich wären, denn wir haben uns darauf geeinigt, sie beide „Früchte“ zu nennen.

Stereotypen, Vorurteile und Voreingenommenheit können also in der Tat verhindern, dass sich unsere Karte von der Welt erweitert. Das wiederum würgt oft die Aktivierung und Magie von Kreativität ab.

„Menschen die sehr viel erreichen sind Menschen die sich selbst von Voreingenommenheit befreit haben. Dies sind die kreativen Menschen“ – Milton Erickson

Einen kreativen Flash zu bekommen bedeutet, alle Grenzen zu sprengen und den Kategorien und Klassifizierungen in deiner Weltkarte die Federn auszurupfen, und dies ist nicht möglich ohne Mut und absolute Härte. Niemand wächst in seiner eigenen Komfortzone.

Aber wie können wir die Barrieren zurückschieben?

Unsere Barrieren sind oft ein selbstgemachtes System aus Klassifizierungen und Kategorisierungen, welches verantwortlich ist für unsere Vorurteile und Voreingenommenheit. Ist unsere Karte der Welt so tief in unserem neurologischen Netz verwurzelt, dass es ein „fait accompli“ ist, etwas das wir nicht ändern können?

Was das Reich der Möglichkeiten mit sich bringt, wenn es zu kreativem Schaffen kommt, ist Vielfältigkeit. Professor Peter Kruse sagt, dass wir „die Vielfältigkeit in einem System entweder kulturell oder stilistisch erhöhen müssen“. Laut Kruse bedeutet diese Vielfältigkeit: „Intelligente Systeme arbeiten mit internationalen Stressbeziehungen und verarbeiten Spannungen und sind in der Lage […] die Möglichkeit zu schaffen, hin und her zu schalten zwischen neuen Mustern, und dies nennt man Kreativität. […] Erhöht den Stress im System! Bringt Vielfalt! Dann kann man die Möglichkeit schaffen, die Verarbeitungsprozesse zu verändern. Schafft keine Einheitlichkeit. Harmonische Systeme sind dumme Systeme.“

„Entschaffe“ Einheitlichkeit um Chaos zu erschaffen, um Kreativität zu erschaffen.

Mit anderen Worten: Erweitert eure Karte der Welt, indem ihr eure Perspektiven erweitert, und indem ihr verschiedene, nicht routinemäßige Dinge erfahrt. Obwohl dies vielleicht am Anfang Verwirrung und Stress bei euch auslöst, führt dies doch oft zu neuen Ideen. Darum: Du wirst etwas Neues erschaffen, indem du Einheitlichkeit „entschaffst“ und aufbrichst.

Und jetzt?

Die oben genannte Methode wird euch oft nur einen drehenden Haufen Dreck bringen, welchen wir „Impuls“ nennen.

Um die Idee nun auszubrüten und die richtigen Bedingungen zu schaffen hilft es, verschiedene Positionen der Wahrnehmung zu schaffen, und damit ein komplexeres Netzwerk. Als Gesamtprozess beinhaltet Kreativität die Koordination eines Netzwerks mit drei Komponenten.

Professor Kruse schlägt drei Positionen für dieses Netzwerk vor:

Der Schöpfer – hat die Vision, zerreißt und stört.

Der Eigentümer – besitzt das objektive Wissen und wirkt in der Bewertung und der Verinnerlichung.

Der Makler – ist der Skeptiker, der Kritiker und der Advocatus Diaboli in der zweiter Wahrnehmungsposition.

„Auf diese Weise […] kann man intelligente Systeme bauen, deren kollektive Intelligenz größer ist als die individuelle Intelligenz eines einzelnen Teilnehmers“, sagt Prof. Kruse.

Schlussfolgerung

Erfolgreich Kreativität zu erzeugen, bedeutet oft, die eigene „Karte der Welt“ zu erweitern, sowie das Stören und Zerreißen der eigenen Methoden und Klassifizierungen mit dem Ziel, Einheitlichkeit und harmonische, „dumme“ Systeme zu „entschaffen“. Um Kreativität zu schaffen und zu verinnerlichen, ist es essenziell, in diese Impulse einzutauchen, sie zu kuratieren und innerhalb eines Netzwerkes auszubrüten, welches mehrere Wahrnehmungspositionen, oder „Persönlichkeiten“, beinhaltet. Zum ganzen Artikel geht es hier.

 

2 Podcasts zum Thema finden Sie hier:

https://williamfern.com/podcasts/wie-werde-ich-kreativer-kann-ich-meine-kreativen-energien-steigern

https://williamfern.com/podcasts/a65icg0xm03o0vj79bvupze2ebezcu

 

 

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