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Burnout-Chefs: So treiben Sie sich und Ihre Mitarbeiter in die Stressfalle

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Burnout-Chefs leben auf der Überholspur, denn sie leben unter der Diktatur des Adrenalins. Burnout-Chefs suchen immer den Kick und das nicht nur im beruflichen Umfeld. Und das mit schwerwiegenden Folgen für sich und ihre Mitarbeiter.

Klar, die Anforderungen in Führung und Management werden immer komplexer. Die digitale und globale Zeit überholt die Führungskräfte, engt sie ein, bestimmt ihren Tagesablauf. Viel Arbeit, extrem viel Verantwortung, ein Meeting jagt das nächste und ständig klingelt das Smartphone. Multitasking ist heute verpflichtend und Chefs müssen so viele Tätigkeiten wie möglich gleichzeitig erledigen. Sie müssen ja auch ihre Chefs, ihre Shareholder und ihre Kunden befriedigen.

 

Lockere Führung als schlechtes Vorbild

Schauen Sie sich doch mal in Ihren Meetings um. Wie viele Ihrer Angestellten beantworten bei solchen Gruppenzusammentreffen gleichzeitig E-Mails, schreiben WhatsApp-Nachrichten oder telefonieren sogar? Super, dass Ihre Mitarbeiter das dürfen. Dafür bekommen sie aber nur die Hälfte mit und Folgemeetings sind notwendig. Natürlich wieder bei Kaffee und Kuchen und in bequemer, lockerer Atmosphäre, ohne Konsequenzen. Aber Sie als Burnout-Chef leben es ja vor und deshalb werden Sie auch von Ihren Mitarbeitern heiß und innig geliebt. Sie fördern diese Kultur nur im Sinne Ihrer zufriedenen Mitarbeiter. Zudem ist es heute ja anscheinend nicht mal mehr unhöflich, seinem Gesprächspartner nur halb zuzuhören.

 

Zum Glück gibt es Adrenalin

Das Superhormon, die Superdroge der neuen Burnout-Chefs. Bei Chemikern und Biologen auch unter C9H13NO3 bekannt. Da der Stress in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat, folgt somit auch eine erhöhte Adrenalinausschüttung im Körper. Dank des Adrenalins schuften Chefs, wie ein Hamster im Rad. Schneller und schneller und noch schneller. Aber schneller heißt nicht unbedingt produktiver.

Daher produzieren Burnout-Chefs zusammen mit ihren Mitarbeitern massenhaft das Produkt Adrenalin. Zu ihrem Leidwesen können sie dieses so schwer erarbeitete Produkt aber nicht alleine verbrauchen. Burnout-Chefs können das Adrenalin jedoch verschenken. Und weil sie ja überaus großzügige Chefs sind, natürlich auch an ihre Mitarbeiter und Angestellten. Jeder bekommt seine Portion Stress und Adrenalin ab.

Selbst in der Freizeit, die ihnen eigentlich Entspannungsphasen vom Alltag bringen sollte, kommen Burnout-Chefs nicht zur Ruhe. Und auch mehr als 41 Prozent aller Beschäftigten können sich außerhalb der Arbeit nicht mehr erholen. Tendenz steigend.

 

Stress sorgt für gesundheitliche Folgen

Sie haben es geschafft, dass Stress mittlerweile das zweithäufigste arbeitsbedingte Gesundheitsproblem ist. 60 Prozent aller Fehltage gehen inzwischen auf die Führungsunfähigkeit, wie mit Stress umzugehen ist, zurück. Dank der vielen ebenso erfolgreichen Burnout-Chefs hat die Weltgesundheitsorganisation Stress zur größten Gesundheitsgefahr im 21. Jahrhundert erklärt.

Im Gesundheitsbericht der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen aufgrund von Burnout-Chefs massiv an und jeder zehnte Fehltag geht auf das Konto stressbedingter Krankheiten. Nach einer Studie der Freiburger Unternehmensgruppe Saaman aus dem Jahr 2007, haben 45 Prozent von 10.000 befragten Managern Burnout-Symptome.

Damit es Ihnen als Führungskraft wirklich gelingt sich und Ihre Mitarbeiter in das sichere Burnout zu treiben, folgt nun eine nicht ganz ernst gemeinte Führungsempfehlung.

 

Die wichtigste Regel: Stellen Sie stets unfähiges Personal ein

Fähiges und qualifiziertes Personal ist immer eine Gefahr für den Burnout-Chef. Stellen Sie sich vor, dieser neue Mitarbeiter stellt Ihnen interessante Fragen zur Organisation, zum Unternehmen oder gar zu Produkten und Prozessen? Und Sie könnten diese Fragen im schlimmsten Fall dann nicht beantworten. Nein, solch einen Gesichtsverlust können Burnout-Chefs auf keinen Fall hinnehmen. Was sollen denn die anderen Mitarbeiter und Angestellte, die Ihnen seit Jahren treu und loyal folgen und von Ihnen mustergültig geführt werden, von Ihnen denken? Ihre Kompetenz, ach was, Ihr Herrschaftsbereich wäre dann in größter Gefahr. Somit darf der Bewerber auf keinen Fall mehr wissen als Sie selbst. Es ist ja schließlich Ihre Abteilung und wer weiß besser als Sie, der Burnout-Chef, welche Kompetenzen wirklich in Ihrer Abteilung benötigt werden.

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