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Das sollten sich erfolgreiche Chefs von Jupp Heynckes abgucken

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Ernst holzmann foto.128x128Ernst HolzmannKommunikation, Public Relations, Impulsvorträge über motivierende Führung und erfolgreiche Strategie, Vertriebs- und Messetrainings, Personal AdvisorZum Profil

„Jupp hat das unvorstellbar gut gemacht. Immer den Spieler zu sich geholt, ihm seine Entscheidung begründet. Jupp hat nämlich eine unvorstellbar wichtige Fähigkeit: Er vermittelt jedem Mitarbeiter, dass er gleich wichtig ist. Den Spielern und allen drum herum. Ob für den Platz- oder Zeugwart, oder für die Angestellten auf der Geschäftsstelle. Er hat immer ein nettes Wort für sie“. (Hermann Gerland, Jahrelanger Assistent von Jupp Heynckes im Magazin Elf Freunde über seinen “Chef”).

 

Jetzt arbeitet ja nicht jeder Coach mit Spielern, die Stollenschuhe und kurze Hosen tragen. Aber trotzdem kann man viel von Jupp Heynckes´ Art lernen, wie einzelne Spieler und Mannschaften zu führen und zu motivieren sind. Und dabei spielt das entsprechende Betriebsklima eine entscheidende Rolle. Auch, um mit diesem „Klima“ die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen zu steigern und die entsprechende Loyalität zu erhöhen. Aufgrund meiner Erfahrungen „auf dem Platz“ und im Büro setzt sich ein motivierendes KLIMA aus folgenden Buchstaben zusammen: KLIMA.

 

K  lare Zuordnung von Aufgaben und Verantwortungen auf Basis des individuellen Könnens und Wollens der einzelnen Mitarbeiter:

 

Dies beseitigt Missverständnisse und Unzufriedenheit in der Zusammenarbeit, jeder kann sich auf seine Aufgabe konzentrieren und Verschwendung von Energie wird vermieden. Schnittstellen beim Zusammenspiel verschiedener Bereiche und der einzelnen Spezialisten müssen klar definiert und allen Beteiligten bekannt sein.

 

L  eistung fordern, zeigen und belohnen:

Erfolg beruht mehr auf „Transpiration“, als auf Inspiration. Morgens der erste, abends der letzte ist hier der Anspruch an die Führungskräfte. Vorleben statt nur „Vorbeten“, nicht von anderen verlangen, was man selbst nicht bereit ist zu tun. Natürlich erwarten Mitarbeiter für ihre erbrachte Leistung auch eine angemessene Bezahlung. Das Erfolgsgeheimnis von Robert Bosch: „Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.“ – das gilt auch heute noch, aber nicht nur. Der Wunsch nach Beachtung und nach ehrlichem Lob treibt Menschen oft mehr an, als nur das monatliche Gehalt oder eine zusätzliche Prämie. Gemeinsam hart arbeiten, Spaß haben und bei Erfolgen auch kräftig Feiern ist der entsprechende „Treibstoff“, mit dem vorbildliche Führungskräfte zu besonderen Leistungen motivieren.

 

I  nformationen und Arbeitsumgebung bereitstellen:

Ein Großteil der Mitarbeiterzufriedenheit hängt davon ab, ob man eine Arbeitsumgebung schafft, die den jeweiligen Job am besten erledigen lässt. Und dabei sind nicht nur moderne Arbeitsmittel und eine entsprechende Arbeitsumgebung gemeint, sondern ganz besonders auch die Bereitstellung aller benötigten Informationen. Deswegen lieber zu viel als zu wenig informieren und darauf achten, dass die aktuellen Informationen allen Beteiligten rechtzeitig und vollständig zur Verfügung stehen. Oder wie es Robert Waterman (Amerikanischer Unternehmensberater) empfiehlt: „Geben Sie Ihren Mitarbeitern Arbeit, bei der sie ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen müssen. Geben Sie ihnen alle notwendigen Informationen. Erläutern Sie ihnen klipp und klar, was es zu erreichen gilt. Und dann – lassen Sie sie in Ruhe.“

M  iteinander und Mischung:

Im Team ist man aufeinander angewiesen, jeder muss sich auf den anderen verlassen können. Jeder ist im Team gleich wichtig, es darf keine „Lieblings- und Ersatzspieler“ geben, gerade wenn man in kleinen Organisationen auf „blindes Verständnis“ angewiesen ist. Damit das Arbeiten im Team Spaß macht ist die entsprechende Mischung unterschiedlicher Charaktere entscheidend. „Alte Hasen“ und „Junge Wilde“, Experten und Querdenker, Tüftler und Introvertierte, so wird es nie langweilig. Man vermeidet Betriebsblindheit und man kann voneinander lernen.

 

A  chtung der individuellen Persönlichkeiten und der unterschiedlichen Wertvorstellungen:

Weil ja jeder Mensch anders ist, spielt das Auseinandersetzen und respektvolle Umgehen mit der jeweiligen Persönlichkeit eine entscheidende Rolle für ein gutes Betriebsklima. Auch, weil ja jeder Mensch mit Respekt und Achtung behandelt werden möchte. Deswegen kommt es gerade bei Fehlverhalten und/oder mangelnder Leistung auf den entsprechenden Umgang an, hier macht der berühmte „Ton“ tatsächlich die „Musik“. Emotionen oder persönliche Angriffe, erst recht Beleidigungen, sind fehl am Platz. Klares Aufzeigen der ursprünglichen Vereinbarungen, den Abweichungen zu den besprochenen Zielen und der sachliche Austausch von Argumenten sollten im Mittelpunkt einer entsprechenden Analyse stehen. Welche Unterstützung eventuell gefehlt hat, welche Informationen nicht vorlagen und ob zusätzliches Training (Weiterbildungen, besondere Anleitung,…) benötigt wird.

 

Mit der Zusammensetzung dieser „Buchstaben“ sind dann tatsächlich schon beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und für ein inspirierendes KLIMA im Unternehmen geschaffen. Menschen den benötigten Freiraum und Vertrauen geben, Verantwortung übertragen und natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Als Führungskraft eher weniger Kommandieren, Kontrollieren und Korrigieren. Sondern lieber mehr Koordinieren, Kooperieren und Kommunizieren.

 

Und wer als besonderes Vorbild wirken und mit loyalen, motivierten Mitarbeitern ein besonderes Klima schaffen möchte, dem hilft vielleicht auch wieder eine Beschreibung von Jupp Heynckes, diesmal durch Karlheinz Drygalski, ebenfalls Co-Trainer von ihm: „Jupp hat alle Krisen bewältigt, weil ihm Zusammenhalt, Gemeinschaft und Ehrlichkeit sehr wichtig sind. Er ist ein Vorbild und eine Identifikationsfigur. Als Spieler hat er sich trotz Verletzungsproblemen oft mit enormem Willen durchgesetzt und die hohen Erwartungen an sich selbst erfüllt. Als Trainer hat er seine Beulen bekommen, aber ist immer souverän geblieben.”

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