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Erfolgreiches Selbstmarketing: So nutzen Sie den verdeckten Stellenmarkt für sich

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Dieter KrautwaldTeamentwicklung, Business Coaching, Karriere/ Skills-CoachingZum Profil

Young woman in business wear standing with armes crossed in business environment, with copy space.

Es kann wirklich frustrierend sein. Sie recherchieren täglich sämtliche Stellenanzeigen, schreiben pro Woche zehn Bewerbungen, trotzdem erhalten Sie fast nur Absagen. Ihr Anschreiben ist kreativ und ansprechend, überzeugt aber nur in seltenen Fällen und Ihren Lebenslauf haben Sie bereits mehrmals überarbeitet. Doch auch damit scheinen Sie nicht erfolgreicher zu sein. Jetzt gilt es, kühlen Kopf zu bewahren, denn auch eine Welle von Absagen liegt nicht immer allein in der Person des Bewerbers begründet.

Die starke Konkurrenz bei Bewerbungen auf eine öffentlich ausgeschriebene Stelle bei einem attraktiven Unternehmen könnte eine Erklärung für die Absagen sein. Oder eine rare Berufseinsteigerstelle, für die sich eine hohe Anzahl an Bewerbern interessieren, könnte Ihnen den Weg zu Ihrem Erfolg versperren. Die Vakanz orientierte Recruiting-Strategie der Arbeitgeber führt dazu, dass nur Bewerber eingeladen werden, die fachlich oder hinsichtlich Ihrer Berufserfahrung den Vorstellungen des Unternehmens in idealer Weise entsprechen. Wäre es deshalb sinnvoll, die eigene Bewerbungsstrategie zu verändern? Die Antwort: ein deutliches Ja!

 

Begeben Sie sich auf den verdeckten Arbeitsmarkt.

Dabei handelt es sich um Stellen, die nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern über Beziehungen, Netzwerke, Empfehlungen oder persönliche Kontakte vermittelt werden. Deutlich weniger Bewerber bewerben sich hier, obwohl dort eine Vielzahl der vakanten Stellen besetzt werden. Der Vorteil für Unternehmen, Stellen nicht öffentlich auszuschreiben, liegt einerseits daran, Kosten zu sparen. Es gibt aber auch Stellen, die durch öffentliche Ausschreibungen nicht adäquat besetzt werden konnten und man sucht nur noch mit „halber Kraft“ – also ohne aktives Marketing. Zahlreiche Firmen versuchen offene Stellen auch über Empfehlungen zu besetzten, hierbei werden Prämien an Mitarbeiter für eine erfolgreiche Vermittlung gezahlt. Denn dann kennt man sich schon und bekommt vielleicht einen besseren Ersteindruck von dem Kandidaten – also, Sie brauchen ein Netzwerk!

 

Betreiben Sie ein Selbstmarketing

Je größer Ihr berufliches Netzwerk ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf offene Vakanzen stoßen oder frühzeitig auf Personalbedarf aufmerksam gemacht werden. Zu empfehlen sind hierbei Berufs- und Karrieremessen, besonders für Absolventen und Berufseinsteiger. Für Berufstätige eignen sich ebenso Fachmessen und Tagungen. Dort sollten Sie sich allerdings so kleiden, als würden Sie zu einem Vorstellungsgespräch gehen und Ihren Lebenslauf mitbringen. Sie sollten sich hierbei schon im Vorfeld über die Unternehmen informiert haben, um direkt ins Gespräch kommen und einen positiven Eindruck hinterlassen zu können. Versuchen Sie dabei, auf möglichst viele Unternehmen zuzugehen und offen zu kommunizieren.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Ihr berufliches Netzwerk über Xing zu erweitern. Gehen Sie dabei gezielt vor. Sie könnten z. B. Xing Gruppen beitreten, die Sie thematisch interessieren und dort mit anderen Mitgliedern diskutieren. Sie könnten die User direkt anschreiben und auf deren interessante Beiträge aufmerksam machen.
Außerdem wirkt es auf Personaler sowie Headhunter professioneller und relevanter, wenn Sie ein gut ausgearbeitetes und aktuelles Xing-Profil mit, zahlreichen sozialen Kontakte haben und über erfolgreiche Projekte berichten können.
Nutzen Sie das Internet und schreiben Sie in Ihrem eigenen Blog oder auf Xing & Co. Fachbeiträge über Ihr Thema. Beobachten Sie genau, ob und von wem welche Kommentare dazu abgegeben werden. Wenn möglich, eröffnen Sie einen Dialog. Es mag sein, dass das, was Sie sagen wollen bereits schon von anderen gesagt wurde – aber von Ihnen noch nicht! Also betreiben Sie etwas Selbstmarketing durch Wiederholungen – das Plagiat ist die beste Form der Anerkennung.

 

Werden Sie aktiv und bewerben Sie sich blind bzw. initiativ

Bei der sogenannten Blindbewerbung hatten Sie zuvor noch überhaupt keinen Kontakt zum potenziellen Arbeitgeber. Sie versenden Ihre Bewerbungsunterlagen also – sprichwörtlich – blind. Eine Kurzbewerbung, die nur aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf besteht, reicht da oft schon aus.
Im Falle einer sogenannten Initiativbewerbung kennen Sie zumindest schon einmal einen Ansprechpartner im Unternehmen, etwa, weil Sie Kontakt über das Internet hatten oder sich auf einer Jobmesse kennengelernt haben. Der Vorteil hier: Sie können die Bewerbung persönlicher und zielgerichteter aufbauen und erhöhen so noch einmal Ihre Chancen. Aber auch hier sollten Sie den Bezug zu aktuellen Entwicklungen bei diesem Unternehmen oder auf die Relevanz Ihrer Bewerbung nehmen.

 

Wie wäre es mit Empfehlungsmarketing?

Denken Sie daran, bei jedem Stellenwechsel oder als Freiberufler darauf, sich ein Empfehlungsschreiben von Ihrem Arbeit-, Auftraggeber ausstellen zu lassen. Dies kann Ihnen beim Knüpfen von Kontakten ebenfalls starke Wirkung bekommen. Wenn Sie einen positiven Eindruck bei Ihrem Ex-Arbeitgeber hinterlassen haben, kann dieser Sie unter Umständen auch auf freie Stellen in Unternehmen aus der gleichen Branche aufmerksam machen. Grundsätzlich gilt: wer nicht sagt, was er will, muss sich nicht beschweren, wenn er es nicht kriegt!

 

Beobachten Sie den Arbeitsmarkt

Den Arbeitsmarkt zu beobachten bedeutet, darauf zu achten, welcher Bedarf in welcher Branche oder Region für Ihre Qualifikationen und Kompetenzen zur Verfügung steht. Wird in Ihrer Stadt gerade eine neue Unternehmens-Filiale errichtet? Dann kontaktieren Sie dieses Unternehmen! Auch Standortverlagerungen, Neugründungen oder Start-Ups zu beobachten, kann interessant sein, denn dort kann oft man wachsenden Personalbedarf voraussetzen. Es kann durchaus Sinn machen, die Medien zu beobachten, ob in gewissen Branchen ein Mangel an Personal oder qualifizierten Fachkräften vorliegt. Sie können auch darauf achten, in welchen Regionen es für Unternehmen schwerer ist, geeignete Fachkräfte zu finden und sich dann in den entsprechenden Gebieten bewerben, vorausgesetzt, sie sind auch zu einem Umzug bereit.

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