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Hilfe bei Mobbing – wie Sie sich gegen Schikane und Belästigung am Arbeitsplatz wehren

Hilfe bei Mobbing – wie Sie sich gegen Schikane und Belästigung am Arbeitsplatz wehren

Bei der Arbeit, im Freundeskreis, in der Schule, im Verein – Mobbing ist in Deutschland zu einem alltäglichen Phänomen geworden. Fast jeder achte Arbeitnehmer wurde schon einmal von Kollegen oder seinem Chef gemobbt – Tendenz steigend. Wer sich nicht wehrt, wird in die Enge getrieben und ausgegrenzt. Die Opfer leiden oft unter schweren psychischen und körperlichen Beschwerden. Deshalb ist es wichtig, Mobbern keine Chance zu geben und sich frühzeitig Unterstützung und Hilfe bei Mobbing zu suchen.

Definition von Mobbing

Der Begriff des Mobbings kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „angreifen, anpöbeln, schikanieren“. Erstmals verwendet hat ihn der bekannte Verhaltensforscher Konrad Lorenz: Er bezeichnete das schikanöse Verhalten von Gänsen gegenüber einem ihrer Artgenossen als Mobbing.

Unter Mobbing versteht man heute die systematische Belästigung, Diskriminierung oder Schikane eines Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg. Neben dem klassischen Mobbing gewinnt das sogenannte Cyber-Mobbing in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung: Die Belästigung oder Bloßstellung von Personen mithilfe moderner Kommunikationsmittel wie dem Handy oder dem Internet ist vor allem bei Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen weit verbreitet. Soziale Plattformen oder Messenger-Dienste werden auch unter Kollegen zunehmend genutzt, um andere zu diffamieren.

Damit Sie sich erfolgreich gegen jede Form von Mobbing wehren können, müssen Sie bereits erste Anzeichen von Mobbing ernst nehmen und erkennen können.

Anzeichen für Mobbing am Arbeitsplatz

Verbale Angriffe unter Kollegen gehören in einigen Unternehmen leider zum Alltag. Ob es sich dabei allerdings um Mobbing handelt, ist oft schwer zu beurteilen. Deshalb sollten Sie die Angriffe genau beobachten und von Anfang an dokumentieren. Findet auch nur eine der folgenden Verhaltensweisen über einen Zeitraum von vier Wochen statt, kann man bereits von Mobbing sprechen.

– Sie werden von Kollegen ignoriert und wie Luft behandelt.

– Es werden Gerüchte über Sie verbreitet.

– Sie werden öffentlich lächerlich gemacht oder bloßgestellt.

– Ihnen werden Kompetenzen entzogen oder anspruchslose Aufgaben zugewiesen.

– Wichtige Informationen werden Ihnen vorenthalten.

– Gemeinsame soziale Aktivitäten finden ohne Sie statt.

Hilfe bei Mobbing – das können Sie tun!

Wer gemobbt wird, darf sich nicht in die Opferrolle drängen lassen, sondern sollte von Beginn an aktiv und selbstbewusst bleiben. Dazu gehört es, sich schon bei den ersten Anzeichen gegen die Schikane zu wehren und sich professionelle Hilfe bei Mobbing zu suchen.

  • Dokumentieren Sie die Belästigungen
    Mobbing läuft oftmals sehr subtil ab und ist deshalb schwer zu erkennen. Werden die Angriffe über einen längeren Zeitraum dokumentiert, ergibt sich in den meisten Fällen ein konkretes Bild. Dieses hilft Ihnen, das Mobbing als solches zu erkennen, und kann gleichzeitig als Beweismaterial dienen.
  • Halten Sie private Informationen zurück
    Wer zu viel über sich und sein Privatleben preisgibt, macht sich angreifbar. Überlegen Sie sich deshalb genau, welche Informationen und Fotos sie beispielsweise auf sozialen Plattformen veröffentlichen. Intime Details über Ihr Privatleben gehören weder ins Internet noch sollten Sie in der Mittagspause besprochen werden.
  • Finden Sie Verbündete
    Sprechen Sie bereits bei den ersten Anzeichen von Mobbing mit Ihrer Familie oder Freunden. So fühlen Sie sich nicht alleingelassen und können gemeinsam über weitere Schritte beraten.
  • Machen Sie das Mobbing öffentlich
    Findet das Mobbing systematisch und über einen längeren Zeitraum statt, sollten Sie es auch an Ihrem Arbeitsplatz zum Thema machen. Weihen Sie befreundete Kollegen ein und wenden Sie sich an den Betriebsrat, Ihren Vorgesetzten, Mentor oder Tutor.
  • Holen Sie sich rechtlichen Beistand bei einem Anwalt
    Auch wenn es in Deutschland kein Anti-Mobbing-Gesetz gibt, können Angriffe und Belästigungen strafrechtlich verfolgt werden. Informieren Sie sich dazu bei einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Juristen.

Professionelles Coaching – wertvolle Hilfe bei Mobbing

Um sich gegen Mobbing zu wehren und die Folgen der andauernden Schikane zu bewältigen, können Sie sich auch an einen Coach wenden. Viele Trainer haben sich auf Konflikte am Arbeitsplatz spezialisiert und bieten Ihnen konkrete Hilfe bei Mobbing. Ein Coach unterstützt Sie dabei, Einstellungen und Verhaltensweisen, die das Mobbing überhaupt erst möglich gemacht haben, zu erkennen und zu verändern. Auf der Plattform XING Coaches finden Sie professionelle Hilfe und Unterstützung von spezialisierten Coaches.

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Bildnachweis: deathtostockphoto, plainpicture

 

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