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Recruiting im Mittelstand: Statt Chatbots lieber „face to face“

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Frank RechsteinerZum Profil

Buero, Business, Muenchen, Bayern, Deutschland

Chatbots lösen keine Recruiting-Probleme. Davon sind zumindest die mittelständischen Unternehmen in Deutschland überzeugt. Wie eine aktuelle Umfrage unter 230 KMU ergab, tauschen sich die meisten weiterhin lieber „face to face“ mit den Kandidaten aus.

 

Auch wenn viele Personal-Experten meinen, dass Chatbots die Zukunft der HR-Kommunikation gehört: Die deutschen Mittelständler stehen den elektronischen Assistenten, die dank künstlicher Intelligenz zunehmend selbstständig mit den Bewerbern „sprechen“ können, skeptisch gegenüber. Zwar werden Internet und Social Media als nützliche Hilfsmittel betrachtet, um nach neuen Mitarbeitern zu suchen und erste Kontakte anzubahnen. Doch zieht die überwiegende Mehrheit bei den nachfolgenden Auswahlstufen das persönliche Beziehungsmanagement den automatisierten Prozessen vor.

In 3 Schritten zum Employer Branding

Doch wie sollten KMU die Außendarstellung und Begegnung mit den Kandidaten gestalten, damit sie als attraktive Arbeitgeber wirken? Zur Verbesserung Ihres Employer Brandings bietet sich ein dreistufiges Verfahren an:   

1. Lösen Sie Ihre „Blackbox“ auf

Wer authentisch wirken möchte, braucht Transparenz. Welche Unternehmenswerte werden im Tagesgeschäft sowie im Umgang mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden tatsächlich gelebt werden? Klären Sie diese Fragen im Rahmen von Workshops mit Mitarbeitern aller Fachabteilungen und bitten Sie diese dabei auch um konkrete Vorschläge zur Optimierung Ihrer Unternehmenskultur und Arbeitgeber-Marke. Sie werden erstaunt sein, welchen Schatz Sie dabei fördern!

2. Punkten Sie mit Ihren Besonderheiten

Anstatt mit Floskeln, wie „spannenden Kundenprojekten, kollegialem Betriebsklima und guten Entwicklungsmöglichkeiten“, sollten Sie mit den Alleinstellungsmerkmalen für sich werben, die sie gemeinsam mit den Mitarbeitern identifiziert und weiterentwickelt haben. Machen Sie Job-Offerten, die Sie von der Masse Ihrer Mitbewerber unterscheiden – etwa, indem Sie den Aufbau innovativer Themen, begrenzte Reisetätigkeit oder Teilzeit-Möglichkeiten auch für Führungskräfte in Aussicht stellen.            

3. Werden Sie persönlich

Sprechen Sie Ihre Zielgruppen zunächst über sämtliche zur Verfügung stehenden Kanäle an – die digitalen und sozialen Medien, wie XING, LinkedIn und Facebook, inbegriffen. Dann aber sollte ein persönlicher Kontakt aufgenommen und durch positive Bewerbungserlebnisse (Candidate Experience) so angenehm wie möglich gestaltet werden. Dazu gehören schnelle und einfache Bewerbungsprozesse sowie Transparenz und zeitnahe Rückmeldungen über den Stand des Auswahlverfahrens.

Vorsprung bei der Kandidatensuche

Mittelständische Arbeitgeber, die diese Regeln befolgen, können bei der Kandidatensuche einen deutlichen Wettbewerbsvorteil erzielen. Denn wer von Beginn an auf ein persönliches, authentisches Verhältnis setzt, zeigt, dass seine Mitarbeiter keine Rädchen im Getriebe sind. Er bringt ihnen vielmehr die Wertschätzung und Aufmerksamkeit entgegen, die sie zu ihrer persönlichen und beruflichen Entfaltung brauchen.

Weitere Studienergebnisse und Handlungsempfehlungen finden Sie im Themendossier: “Future Recruiting für den Mittelstand”

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