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Mit gutem Beispiel voran: Warum gut gelaunte Chefs die motiviertesten Mitarbeiter haben

Über den Autor
Marion HerzogFührungskräfte-Coaching, Konfliktcoaching, Kommunikations-Coaching, Selbst- und Zeitmanagement, Teamentwicklung
Führungskräftetraining, Persönlichkeitstraining, Arbeitstechniken, Kommunikationstraining, Resilienztraining
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Spaß an der Arbeit ist der größte Motivator zu Bestleistungen. Wie im Leistungssport treiben zwar auch Frustration und Angst an, dabei wird aber nur circa die Hälfte des Leistungspotenzials abgerufen. Was für ungenutzte Ressourcen! Stellt sich Ihnen da nicht auch die Frage, wie Sie mehr als 80 % des Leistungspotenzials von Ihren Mitarbeitern geschenkt bekommen?

Das unternehmerische Leben ist extrem schnelllebig und anspruchsvoll geworden. Häufig wird dieser Druck ganz bewusst oder auch unbewusst in die Belegschaft gegeben. Individuelle Angstreaktionen sind dadurch denkbar.

Neurowissenschaftler zeigen inzwischen ganz deutlich auf, dass der Mensch unter Angstgefühlen nicht mehr in der Lage ist, vernünftig zu denken. Es gelingt ihm nicht mehr, sich in andere hineinzuversetzen, Handlungen zu planen, die Folgen einer Handlung abzuschätzen oder kreative Problemlösungen zu finden. Was für ein Verlust für Unternehmen! Aus diesem Blickwinkel erscheint das Ziel „Spaß an der Arbeit zu haben“ alternativlos. Aber wie können Sie als Führungskraft dazu beitragen?

Vorbild Führungskraft

Sei ein Vorbild! Ist die Führungskraft selbst zum Beispiel unklar, frustriert, zögernd oder unsicher, spiegelt sich ihr Verhalten bald in den Mitarbeitern wieder. Auch sie werden dann frustriert oder unsicher. So werden die Handlungsmuster der Führungskraft zu einer festen Routine unter allen Mitarbeitern. Wenn man diesen Zusammenhang sehen kann, dann gewinnt Selbstreflexion im Kontext „Leistungspotenzial steigern“ enorm an Bedeutung.

Führungskräfte sollten wissen, dass das eigene Leben kein unbeschriebenes Blatt Papier ist. Persönliche und im Führungsalltag relevante Themen erzeugen Resonanzen in den eigenen Mitarbeitern und hinterlassen damit gravierende Spuren im Unternehmensalltag. Ein Phänomen, das noch nicht in der breiten Masse bekannt ist.

Selbst gefangen in starren Mustern

Das Denken, die Emotionen und Handlungen von Menschen in Organisationen sind häufig familiendynamisch belastet. Menschen agieren dadurch unbewusst dysfunktional in starren Mustern, erkennen diese aber selber nicht und fühlen sich in ihnen trotzdem gefangen. Das heißt, sie würden gerne aus immer wiederkehrenden unangenehmen Situationen ausbrechen, schaffen es aber nicht. Das Umfeld erlebt die zu beobachtenden Verhaltensweisen meist als unsinnig, nicht nachvollziehbar oder auch als nicht notwendig.

Einige Beispiele für solche Situationen:

– Immer wiederkehrende Konfliktsituationen.

– Man stößt immer wieder an Grenzen oder auf Herausforderungen, die man gerne überschreiten oder annehmen möchte, aber aus unerklärlichen Gründen tut man es nicht.

– Man ist unentschlossen bei wichtigen Entscheidungen.

– Man fühlt sich ausgebrannt, energielos und hat über das „Warum“ keine Klarheit.

– Man kann nicht gut für sich selbst sorgen.

– Unpopuläre, aber notwendige Maßnahmen bereiten großes Unbehagen.

– Man hat oft Schuldgefühle.

– Man ist perfektionistisch oder kontrolliert viel; leidet darunter, aber kann es nicht verändern.

– Man will es allen recht machen.

 

Nur wer neugierig auf sich selbst ist, kann wachsen

Diese und andere Themen können auf Verstrickungen im eigenen Familiensystem hindeuten. Wenn diese persönlichen familiendynamischen Belastungen in Coachings gefunden, sichtbar gemacht und ausgesprochen werden, dann kann man immer wieder erleben, wie befreit Coachees sind. Problemsituationen verändern sich, Fragen verschwinden, vorher unmöglich erscheinende Handlungsoptionen können plötzlich gedacht und gelebt werden. Viele fühlen sich ausgeglichener, entspannter und kraftvoller.

Die Betreffenden entdecken neue Leichtigkeit im Arbeitsleben und sind motiviert für anstehende Herausforderungen. Einzige Voraussetzung: Der Coachee ist neugierig oder interessiert, sich selbst besser zu verstehen und hat Vertrauen zum Coach.

Wer andere bewegen will, der muss sich selbst bewegen

Führungskompetenz fängt ganz klar bei jeder Führungskraft selbst an und sollte gefördert und gefordert werden. Denn Führungskräfte mit Spaß am Führen hinterlassen ihre Spuren: Diese Auswirkungen auf Teams und Unternehmen sind durchaus erwünscht.

 

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