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Start-Up? 6 Fallen beim Gründen und wie Sie sie vermeiden

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Mike WarmelingBusiness Coaching, GründungscoachingZum Profil

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Viele Start-Ups scheitern nach wenigen Monaten oder Jahren. Umso wichtiger ist es, die Ursachen für das Scheitern genauer zu betrachten. In welchen Bereichen können Gründer Fallen vermeiden?

 

1. Sichern Sie sich die Unterstützung Ihres sozialen Umfeldes

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Selbstständigkeit ist der Rückhalt, den Familie und soziales Umfeld vermitteln. Dafür muss der Gründer mit offenen Karten spielen. Unternehmertum bedeutet nicht, mehr Zeit für die Lieben zu haben. Im Gegenteil! Häufiger müssen diese auf Sie verzichten und den Familienalltag allein schultern. Es macht wenig Sinn, bei diesem Thema mit verdeckten Karten zu spielen. Möglicherweise sieht auch die finanzielle Seite zunächst nicht so positiv aus, wenn kein monatliches Gehalt mehr auf dem Konto landet. Vielleicht kommt sogar eine finanzielle Durststrecke. Wer dann Zuhause Stress bekommt, hat den Kopf nicht frei für die nötige Aufbauarbeit, um den Umsatz anzukurbeln. Ängste schürt man, in dem man Unsicherheit im Raum stehen lässt. Besser ist es, alle Fakten ehrlich darzulegen und für dein Vorhaben zu werben. Das soziale Umfeld kann Ihr Ruhepol sein, wo die Akkus aufgeladen. Gehen Sie die Sache falsch an, haben Sie plötzlich Stress an allen Fronten. Viele Gründer scheitern daran.

 

2. Entwicken Sie eine unternehmerische Haltung

Niemand wird als Unternehmer geboren. Die meisten Menschen müssen erst in diese Rolle hineinwachsen. Dazu gehört das Lernen, mit Fehlern konstruktiv umzugehen. Wer Angst vor Fehlern hat, wird unsicher und zaudert vor Entscheidungen. Professioneller ist es, sich bestmöglich zu informieren, abzuwägen und dann zu entscheiden. War die Entscheidung falsch, lernt man daraus und macht es beim nächsten Mal besser. Nobody is perfect – aber jeder ist lernfähig! Was macht erfolgreiche Unternehmer aus? Sie sind gut organisiert, achten auf ihre Gesundheit, treiben deshalb Sport, pflegen ihre sozialen Kontakte, sorgen für Auszeiten, gehen respektvoll mit anderen Menschen um und haben Spaß an ihrer Arbeit. Damit halten sie sich fit für alle Herausforderungen.

 

3. Stehen Sie zu Ihrer Verantwortung

Schuld sind immer die anderen? Mit dieser Haltung wird man als Unternehmer nichts. Wer Entscheidungen trifft, muss auch die Folgen tragen. Die bösen Kunden kommen nicht, um zu kaufen oder Aufträge zu geben? Dann stimmt etwas nicht mit dem Marketing! Fragen Sie sich lieber, welche Alleinstellungsmerkmale Sie herausstellen können. Oder ob das Preis-Leistungsverhältnis wettbewerbsfähig ist. Übernimmt der Unternehmer keine Verantwortung, wird er nicht herausfinden, wo es hakt. Deshalb kann er nicht gegensteuern und scheitert.

 

4. Setzen Sie sich Ziele

Wie schaffe ich es als Existenzgründer, mich immer wieder zu motivieren und eine klare Linie bei allen Entscheidungen einzuhalten? Ich brauche Ziele. Es reicht nicht aus, irgendwann ein erfolgreicher Unternehmer sein zu wollen. Als Orientierungspunkte sind kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele nötig. Beim Erreichen eines Ziels gibt es eine Belohnung, die man sich vorab verspricht. Außerdem ist es sinnvoll, sich eine Vorstellung davon zu machen, wie man sich ganz persönlich entwickeln will. Wie will ich mich verhalten, was will ich lernen, wie möchte ich leben, welche Art von Führungspersönlichkeit will ich sein? Aus all diesen Aspekten entwickelt sich eine Vision, an der man sein Handeln orientieren kann. Sind Sie Ihr eigener Chef, brauchen Sie diese Orientierung, um sich und das Unternehmen zielgerichtet voranzubringen.

 

5. Werden Sie ein „Anpacker“

Mit der Art, wie wir denken, bestimmen wir, wie unser Leben verläuft. Sehe ich überall Probleme, verläuft mein Alltag problemorientiert. Stehe ich dagegen auf und freue mich auf die Herausforderungen, die mich heute erwarten, werde ich abends zufrieden ins Bett gehen: Ich habe wieder viele Aufgaben gelöst. Probleme lähmen und frustrieren, Lösungen motivieren und stellen zufrieden. Jeder legt selber fest, ob er mehr der „Problem-Typ“ oder eher der lösungsorientierte „Anpacker“ ist. Sie können sich selbst bewusst die konstruktivere Herangehensweise antrainieren. Dadurch nehmen Sie unnötigen Stress aus Ihrem Leben.

 

6. Bleiben Sie beharrlich bei der Sache

Etwas hat nicht auf Anhieb geklappt? Wenn Sie bei Widerständen sofort aufgeben wollen, werden Sie es mit Ihrem unternehmerischen Vorhaben nicht weit bringen. Es hat Erfinder gegeben, die tausende von Anläufen nehmen mussten, ehe sie das überragende Produkt entwickelt haben. Auch die größten Konzerne haben meist als kleine Klitschen angefangen. Halten Sie durch, überprüfen Sie die Ziele und justieren Sie – wenn nötig – nach. Wenn Sie von Ihrer Geschäftsidee überzeugt sind, brauchen Sie einen langen Atem, viel Energie und harten Arbeitseinsatz, bis Sie Erfolg haben werden.

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