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Verdeckter Stellenmarkt: So nehmen Sie die Abkürzung zum Traumjob

Während sich in einigen Branchen ein Fachkräftemangel abzeichnet, herrscht bei vielen ausgeschriebenen Stellen nach wie vor ein großer Konkurrenzdruck. Sich auf eine solche Stelle zu bewerben, ist daher nur wenig sinnvoll. Wie gelangen Sie stattdessen zum neuen Job?

Die Jobsuche gestaltet sich für viele Betroffene frustrierend. Sie versenden dutzende bis hunderte Bewerbungen und erhalten nur eine Absage nach der anderen. Schnell schwindet die Hoffnung und mit ihr das Selbstbewusstsein. Die Verlockung, sich auf Stellen zu bewerben, für die Sie eigentlich überqualifiziert sind, ist hoch.

Hauptsache, Sie haben erst einmal überhaupt eine Anstellung, lautet die Devise. Die ist jedoch falsch. Denn einerseits haben Sie mit einer Überqualifikation noch schlechtere Chancen auf eine Zusage, schließlich möchten sich die Personaler keinen frustrierten und unmotivierten Mitarbeiter ins Haus holen, der vielleicht bald wieder kündigt, wenn er eine bessere Option gefunden hat. Andererseits gibt es keinen Grund, sich unter Wert zu verkaufen oder die Hoffnung auf den Traumjob aufzugeben. Keine Frage: Es ist schwierig, sich auf dem öffentlichen Stellenmarkt gegen die Konkurrenz zu behaupten. Aber wieso probieren Sie es dann nicht auf dem verdeckten Arbeitsmarkt?

Die meisten Bewerber fahren bei der Jobsuche die falsche Strategie

Das eigentliche Problem sind nämlich nicht Ihre Qualifikationen oder die Konkurrenzsituation. Stattdessen müssen Sie Ihre Strategie ändern. Doch keine Sorge, Sie sind mit dieser Problematik nicht alleine, sondern in Gesellschaft von rund 95 Prozent aller Bewerber in Deutschland, welche sich bei ihrer Jobsuche ausschließlich auf öffentlich ausgeschriebene Stellen bewerben. Aber wussten Sie, dass hier lediglich rund ein Drittel der Vakanzen zugänglich ist? 60 bis 70 Prozent aller offenen Stellen werden hingegen niemals öffentlich ausgeschrieben.

Sie werden stattdessen auf dem verdeckten Stellenmarkt vergeben, quasi unter der Hand über Kontakte, Empfehlungen, Verwandte, Headhunter, Initiativbewerbungen oder mittels direkter Anwerbung, beispielsweise über Social-Media-Kanäle. Wenn Sie sich wie 95 Prozent aller Bewerber ausschließlich auf dem öffentlichen Stellenmarkt bewerben, erfahren Sie niemals von diesen Vakanzen und haben daher auch keine Chance auf den Job. Ändern Sie also Ihre Strategie und schwimmen Sie gegen den Strom. Bewerben Sie sich fortan nicht mehr (nur) auf dem öffentlichen, sondern versuchen Sie Ihr Glück auf dem verdeckten Stellenmarkt.

Wie gelangen Sie an die offenen Vakanzen auf dem verdeckten Stellenmarkt?

Die Rechnung ist simpel: Nur etwa fünf Prozent der Bewerber bewegen sich auf dem verdeckten Stellenmarkt, wo aber rund 60 bis 70 Prozent aller offenen Jobs warten. Sobald Sie also die richtige Strategie gefunden haben, stehen Ihre Chancen auf einen neuen Arbeitsvertrag bestens und Sie sind Ihren bisherigen Konkurrenten einen großen Schritt voraus. Allein dieses Wissen ist jetzt bereits Ihr großer Vorteil. Dennoch fehlt es vielen Bewerbern an der richtigen Strategie. Wie also gelangen Sie an die Stellen auf dem verdeckten Arbeitsmarkt, wenn diese eben nicht öffentlich ausgeschrieben werden?

Nutzen Sie Ihre Kontakte. Machen Sie Freunde, Bekannte, Angehörige oder berufliche Kontakte auf Ihre Jobsuche aufmerksam und schildern Sie so genau wie möglich, welche Art von Stelle Sie suchen. Schreiben Sie zum Beispiel auf sozialen Netzwerken wie XING konkret eingerostete Kontakte an, wenn diese Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhelfen können – einen Personaler bei Ihrem Wunschunternehmen zum Beispiel. Sie wissen ja: „Vitamin B“ kann Sie im Berufsleben weit bringen.

Schärfen Sie Ihr Profil. Werden Sie sich darüber klar, was Sie arbeiten möchten, bei welcher Art von Unternehmen und welche Qualifikationen Sie mitbringen. Entwickeln Sie klare Ziele, so können Sie diese auch entsprechend „zielstrebig“ verfolgen und sich bei Ihren Kontakten sowie bei Initiativbewerbungen konkret ausdrücken.

Schreiben Sie Initiativbewerbungen. Dieses ist nämlich ein weiteres wichtiges Stichwort. Die passende Initiativbewerbung zur richtigen Zeit bei einem Unternehmen Ihrer Wahl hat durchaus gute Erfolgschancen. Natürlich gehört dazu stets auch ein Funken Glück, doch landen Sie nach einer Initiativbewerbung in der Regel im Bewerberpool der Datenbank und bei einer passenden Vakanz erhalten Sie vielleicht nach mehreren Wochen bis Monaten den erhofften Anruf. Wenn nicht, so zögern Sie keinesfalls, auf eigene Faust höflich nachzuhaken.

Seien Sie präsent in sozialen Netzwerken. Nutzen Sie XING & Co. für Ihre Selbstpräsentation im World Wide Web. Machen Sie durch ein aussagekräftiges Profil auf sich aufmerksam, lassen Sie einen roten Faden in Ihrem Lebenslauf erkennen und machen Sie auf den ersten Blick ersichtlich – beispielsweise im Profilspruch – dass Sie sich aktuell auf Jobsuche befinden. Headhunter und Personaler suchen durchaus aktiv nach geeigneten Kandidaten für ihre Vakanzen.

Kontaktieren Sie Headhunter. Apropos: Sie können solche Headhunter sowie Personalberater auch direkt kontaktieren und sich nach Vakanzen erkundigen. Selbst, wenn aktuell keine passende Stelle für Sie verfügbar ist, wandern Sie so direkt in die Kartei und erhalten eventuell früher oder später ein attraktives Jobangebot.

Besuchen Sie passende Events. Sei es eine branchenspezifische Messe, ein Symposium oder eine Weiterbildung – wo immer Sie sich beruflich weiterentwickeln und wichtige Kontakte knüpfen können, sind Sie nicht nur während Ihrer Jobsuche gut aufgehoben. Auch konkrete Jobmessen führen nicht selten zu erfolgversprechenden Begegnungen oder der direkten Vereinbarung eines Termins für ein Vorstellungsgespräch. Besonders in den Fokus rücken Sie natürlich durch einen eigenen Beitrag, zum Beispiel in Form eines Fachvortrags. So positionieren Sie sich direkt als Experte auf Ihrem Fachgebiet und können später bei der eventuellen Verhandlung des Arbeitsvertrages entsprechend gute Konditionen aushandeln.

Also verschwenden Sie nicht länger Ihre Zeit auf dem öffentlichen Stellenmarkt!

 

Sie wollen mehr zum Thema erfahren oder brauchen Hilfe bei Ihrer Jobsuche? Ein professioneller Coach kann helfen. Eine Auswahl passender Coaches finden Sie hier. Weitere interessante Coaches für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung finden Sie unter diesem Beitrag.

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